…die Rinde am Baum, das Gelb zum Regenbogen, die Sohle zum Schuh.
Man könnte die Reihe endlos fortsetzen. Viele von denen, die seit Jahren die Karl-May-Spiele von Bad Segeberg besuchen, kennen sein Gesicht. Viele haben nie eine Spielzeit ohne ihn erlebt.
Mittlerweile gibt es einige „Altgediente“ am Kalkberg. Aber niemand ist – egal ob vor oder hinter der Bühne – schon so lange und so durchgehend dabei wie Christoph Bobe. Im Sommer 1985 betrat er zum ersten Mal als Kleindarsteller den Sand der Arena. Eine andere Welt, eine andere Arena, eine andere Ära, ein anderer Winnetou. Alles war anders! Nur eines ist über die Jahrzehnte gleich geblieben: Christoph Bobes Liebe und Hingabe zu dieser Bühne und dem was dort alljährlich passiert. Selbst Corona konnte seinen Tatendrang nur temporär stoppen. Er hat viele Darsteller und Darstellerinnen kommen und gehen sehen. Alleine ein halbes Dutzend Winnetou Darsteller und noch mehr Regisseure kreuzten seine Pfade. Wer mag ihn wohl am meisten beeindruckt haben? Seit vierzig Jahren, die beiden Corona-Jahre abgezogen, begleitet er die Abenteuer von Winnetou, dem Häuptling aller Apachen. Meist als Krieger, Siedler, Einwanderer, Soldat, Bahnarbeiter, Barkeeper, Lokführer o.a. Namenlos, meistens textlos. Aber immer aktiv, immer im Hintergrund mitspielend, seinen Beitrag zu einer großen, lebendigen Szenerie leistend und damit eine feste konstante Größe am Kalkberg.
Größe ist ein gutes Stichwort. Kleingewachsen ist Christoph Bobe nun wahrlich nicht und so überragte er manches Mal nicht nur Komparsen, sondern mitunter auch Hauptdarsteller deutlich. Markant ist er eben in mancherlei Hinsicht. Für mich war er der erste persönliche Kontakt zu einem Mitwirkenden an der norddeutschen Kultbühne und ich wünsche ihm und mir noch viele schöne Jahre am Kalkberg.
Andreas Hardt i.N. der Wild West Reporter